Italienisches Design

    Italienisches Design
    Von Sara Cavallari

    Stellen Sie sich vor: Sie sitzen ganz bequem auf Ihrer UP 5 im Lichte eines Arco und schlürfen einen mit Ihrer Bialetti frisch gebrühten Kaffee… Klingt das wie Musik in Ihren Ohren? Dann sind Sie wahrscheinlich ein Freund des italienischen Designs. Diejenigen, die mit den genannten Begriffen noch nicht vertraut sind, werden sicherlich die zugehörigen Gegenstände auf einem Foto erkennen.

    1933 hat Alfonso Bialetti den ersten Espressokocher für den Hausgebrauch auf den Markt gebracht: Die achteckige Kaffeemaschine aus Aluminium ist seither das Symbol für italienisches Handwerk. Aus der Feder der Gebrüder Pier Giacomo und Achille Castiglioni stammt die 1962 kreierte Bogenleuchte namens Arco mit ihren üppigen Proportionen und ihrem Sockel aus feinstem Carrara-Marmor. Der unverkennbare Sessel UP 5, auch Big Mama oder Blow up genannt, wurde 1969 von dem italienischen Architekten und Designer Gaetano Pesce entwickelt.

    Andere bedeutende italienische Designer sind Altmeister Giorgio Giugiaro, der in 55 Jahren mehr als 300 Autos entworfen hat (u. a. den Alfa Romeo Giulia GT, Lotus Esprit, Fiat Panda, Fiat Uno, Lancia Delta), der Modedesigner Gianni Versace, in dessen atemberaubendem „Sicherheitsnadelkleid“ Elizabeth Hurley 1994 ihre Filmpremiere feierte, oder Künstler Bruno Munari, Entwickler eines Weckers mit rotierenden Halbscheiben.

    Ob in der Mode, in der Technik, im Haushalt oder in der Innen- und Außenarchitektur; kaum ein Lebensbereich wurde nicht durch die Erfindungen italienischer Designer geprägt. Laut einer Statistik von Bain and Company exportiert Italien etwa ein Drittel der globalen Luxusgüter. Die meisten davon stammen aus dem Bereich des italienischen Industriedesigns. Der Grund für diese Beliebtheit? Im italienischen Design gehen Schönheit und Funktionalität Hand in Hand; hochwertige Rohstoffe werden mit innovativen Herstellungsverfahren kombiniert.

    Am 1. März 2018 wurde zum zweiten Mal der Internationale Tag des italienischen Designs gefeiert. 2017 wurde er vom Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit ins Leben gerufen.

    Zentrales Hauptanliegen dieses Tages ist die Förderung des zeitgenössischen italienischen Designs. In rund einhundert Ländern stellen zahlreiche „Botschafter der italienischen Kultur“, u. a. Designer, Architekten, Unternehmer, Journalisten, Kunstkritiker oder Dozenten, berühmte italienische Werke aus dem Bereich des Industriedesigns vor. Der Schwerpunkt lag dieses Jahr auf dem Verhältnis zwischen Design und Nachhaltigkeit.

    In unserer Heftrubrik „Cose“ stellen wir jeden Monat zeitlose Kultobjekte oder geniale Erfindungen aus Mode, Design oder Technik vor, die die Herkunftsbezeichnung Made in Italy tragen. Vier italienische Designerstücke möchten wir besonders hervorheben. Hier geht es zu den Artikeln:

    Die Tolomeo-Tischlampe

    Die Tic-Tac Dose

    Fiat 500

    Moon Boot

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